05.04.2026

Hoher Donnerstag in Meggen

Meggen Kinder & Familien Erwachsene Jugend Senioren

Das letzte Abendmahl

Der Hohe Donnerstag erinnert uns daran, dass Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal zusammengesessen ist. Er hat mit ihnen gegessen, ein ganz spezielles Mahl, das letzte Abendmahl. Im Anschluss musste er den Weg des Leidens und Sterbens für uns gehen. Dabei sind einige sehr wichtige Handlungen für die Nachwelt passiert:

 

Jesus hat seinen Freunden vor dem letzten Abendmahl die Füsse gewaschen, was sonst nur Diener und Angestellte machten und sagte zu seinen Freunden: "Nur wer dienen kann, ist ein echter Freund!" Damit wollte er zeigen, wie wertvoll sie für ihn sind. Er will ein Vorbild sein und zeigen, wie wir einander mit Respekt begegnen sollen.

 

Jesus nahm das Brot, dankte Gott Vater, teilte es und sprach: "Ich bin in diesem Brot, nehmt und esst von diesem Brot. Dann bleibe ich immer mit euch verbunden – auch dann noch, wenn ich nicht mehr da bin." Damit wollte er sagen, dass er heute noch mit uns verbunden ist und mit dem Brot uns Lebenskraft spendet.

 

Jesus nahm den Wein, dankte Gott Vater und sprach: "Ich bin da im Wein, mit allem, was mich ausmacht, mit meinem Leben und mit meiner Liebe. Trinkt davon. Wenn ich nicht mehr bei euch bin, dann macht es genauso. Erinnert euch an mich und an meine Liebe zu euch." Damit wollte er uns daran erinnern, dass er in guten, wie in schlechten Zeiten uns zur Seite steht und uns begleitet, denn: "Wo zwei oder drei zusammen sind, einandern helfen, gemeinsam beten, da bin ich mitten unter ihnen."

 

Alle Drittklässler, welche die Erstkommunion im Mai feiern, wurden eingeladen, gemeinsam den Weg Jesu zu gehen. Nach der Schule durften wir uns in die Backstube von Familie Pia und Sepp Kreyenbühl, im Würzenbach, begeben. Dort haben wir unser Agape-Brot, welches wir im Abendgottesdienst gesegnet und anschliessend gegessen haben, gebacken. Eine Backstubenerfahrung, ein Highlight, welches heute nicht mehr einfach gemacht werden kann. Alle Kinder konnten Hand anlegen und waren mit viel Begeisterung dabei. Schön, dass uns Sepp Kreyenbühl die Kunst des Backens näher brachte.

 

Nach dem gemeinsamen Nachtessen und der Probe starteten wir um 20 Uhr zum Abendgottesdienst. Alle Kinder waren trotz fortgeschrittener Stunde voller Aufmerksamkeit und mit Elan dabei, während der Priester, Thomas Zimmermann, uns durch den Abend führte, die Orgel durch Katja Lassauer noch einmal ihre Klänge zum Besten gab und nachher Nijolé Abaryté und Pirmin Setz uns langsam zur Todesnacht von Jesu begleiteten.

 

Bei der anschliessenden Agape waren alle zufrieden und glücklich. Ein grosses Dankeschön gebührt den zukünftigen Erstkommunikanten und Erstkommunikantinnen, denn es ist nicht selbstverständlich, dass 26 Kinder von 08.00 Uhr morgens bis um fast 22.00 Uhr durchhalten. (Text und Bilder: Clivia Vogel & Franzisca Grönefeld)