Magdalenenkirche
Die heutige Magdalenenkirche wurde 1776/77 vom renommierten Baumeister Jacob Singer als Pfarrkirche errichtet und den Heiligen Gallus und Magdalena geweiht. Ihren Namen verdankt die Kirche der heiligen Magdalena.Die Magdalenenkirche steht für Gottesdienste, Trauerfeiern, Taufen und Hochzeiten zur Verfügung.
Die Magdalenenkirche wurde 1776/77 vom bekannten österreichischen Baumeister Jacob Singer erbaut.
Bereits im Jahr 1226 dürfte in Meggen eine erste Kirche bestanden haben. An der Stelle dieser Vorgängerkirche an der Herrenfahrstrasse erinnert heute ein Steinkreuz an den früheren Standort.
Mit dem Bau der Magdalenenkirche wurde die nahe am See gelegene Vorgängerkirche abgebrochen. Ein Teil ihres Baumaterials fand beim Neubau der Kirche erneut Verwendung.
Das von einem Friedhof umgebene Gotteshaus wurde 1815 erstmals im Innern renoviert. Im Zuge dieser Arbeiten entstanden die Deckengemälde des Künstlers Josef Anton Messmer. Fünf Jahre später, im Jahr 1820, wurde das bestehende Geläut durch eine vierte Glocke ergänzt.
Bis 1828 schmückte ein bemerkenswertes Holzrelief das Kirchenportal. Es gilt als die wohl älteste Darstellung der 14 Nothelfer und befindet sich heute im Historischen Museum Basel.
Im Rahmen der Renovation von 1868/69 wurde die Kirche um 21 bis 22 Fuss verlängert.
Die zwischen 1976 und 1983 etappenweise restaurierte Kirche bildet zusammen mit der benachbarten ehemaligen Onuphriuskapelle eine für Jacob Singer typische Kirchenanlage, wie sie im Kanton Luzern mehrfach anzutreffen ist. Weitere Renovationsarbeiten erfolgten 2016 an der Gebäudehülle sowie drei Jahre später eine restauratorische Innenreinigung.
Die heutige Orgel der Magdalenenkirche stammt aus der Werkstatt des Luzerner Orgelbauers Friedrich Goll. Sie ersetzte ihre Vorgängerin, die nicht mehr spielbar war. In seinem Gutachten aus dem Jahr 1980 würdigt der Orgelexperte Jakob Kobelt das Instrument mit folgenden Worten: "Die Goll-Orgel von 1889 ist unverändert erhalten. Sie ist ein Instrument der spätromantischen Zeit, geeignet für die Wiedergabe der Orgelmusik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Goll-Orgel in Meggen gehört zu den heute selten gewordenen Instrumenten jener Zeit und sollte deshalb späteren Generationen erhalten bleiben als klangliches und technisches Beispiel der Zeit des 19. Jahrhunderts." Im Jahr 2014 wurde die Orgel durch Orgelbau Goll nach denkmalpflegerischen Grundsätzen umfassend revidiert und teilrestauriert.
Als Ort der Begegnung und des Abschieds steht die Magdalenenkirche nicht nur den Katholikinnen und Katholiken von Meggen offen, sondern auch Mitgliedern der reformierten und christkatholischen Kirche, insbesondere für Abdankungen.