Kapelle St. Jost Dottenberg

Die Kapelle St. Jost steht auf dem Dottenberg, ein Hügelzug von Adligenswil mit wunderbarer Weitsicht in Richtung Rigi.

Die Kapelle gehört einer Stiftung und befindet sich beim Hof der Familie Meyer.

Von Christi Himmelfahrt bis Mitte Dezember findet jeweils am dritten Sonntag im Monat um 19:30 Uhr ein Gottesdienst statt.
 
Die Kapelle kann für Hochzeiten, Taufen und spezielle Gottesdienste gemietet werden.

Kontakt

 

Bernadette Meyer-Kiener

Unterdottenberg 3

6043 Adligenswil
041 370 38 45

 

Merkblatt für Trauungen

 

Östlich von Ebikon verläuft ein Hügelzug parallel zur Reuss in nordöstlicher Richtung. Das Götzental teilt ihn in eine nördliche und eine südliche Hälfte, den Rooterberg und den Dottenberg. An der südlichen Flanke befand sich ein Gut des Benediktinerklosters im Hof, das 1314 erstmals erwähnt wurde und in besonders sonniger Lage liegt, von der aus sich ein weiter Blick in die Bergwelt eröffnet. Wann der Hof erstmals mit einer Kapelle ausgestattet wurde, ist nicht bekannt.

 

Der Legende nach soll der Hofbesitzer Johannes Fluder auf einer Wallfahrt in Rom von Räubern überfallen worden sein. Er habe daraufhin gelobt, eine Kapelle zu errichten, falls er unversehrt zurückkehre. Jedenfalls wurde die Kapelle im Jahr 1701 neu geweiht, was darauf hindeutet, dass zuvor bereits ältere Bauphasen und Weihen stattgefunden hatten. Als Stifter gilt der 1715 oder 1716 verstorbene Kaplan Jost Fluder, auch wenn ein entsprechender Stiftungsbrief nicht überliefert ist. Ein mit „1696 Fluder“ bezeichnetes Glöcklein gelangte 1866 in das Kantonsspital Stans. Es verweist sowohl auf die damalige Besitzerfamilie des Hofes als auch auf eine frühere Bauphase der Kapelle.


Im Jahr 1862 liessen die neuen Eigentümer Barbara und Josef Meyer-Fluder das baufällige Gebäude abbrechen. Der Baumeister Wilhelm Keller errichtete 1863 weiter südlich die heute bestehende Kapelle. Ihre Einweihung erfolgte am 2. September 1865. Eine Aussenrenovation wurde 1936 durchgeführt. Am 8. November 1985 übergab die Besitzerfamilie Martin Meyer-Banz die Kapelle einer Stiftung, die zur Sicherung der Restaurierung und des langfristigen Erhalts gegründet worden war. In den Jahren 1986 bis 1987 wurde das Gotteshaus umfassend restauriert.

 

Im Jahr 2014 wurde die Kapelle einer erneuten Aussenrenovation unterzogen; gleichzeitig wurde der Emporenboden erneuert.