Pfarrei St. Oswald Udligenswil

 

 
 

Aus der Geschichte der Pfarrei St. Oswald

Die erste Kirche von Udligenswil war nach heutigen Massstäben wohl eher eine Kapelle. Sie wurde vom Kloster Sankt Leodegar in Luzern gestiftet. Es handelte sich um eine Pilgerkirche die dem Heiligen Martin geweiht wurde. Erstmals wurde die Kirche in einer Urkunde vom Jahre 1036 erwähnt.

 

Von 1036 bis 1551 gehörte Udligenswil zur Pfarrei Küssnacht. Während dieser Zeit (im Jahre 1365) ging die Pfarrei mit allen Rechten und Pflichten in den Besitz des Frauenklosters Engelberg über. Die geistlichen Aufgaben wurden von den Mönchen von Engelberg versehen. Diese waren aber den Küssnachtern und Udligenswilern zu streng. Da auch für den Kirchenunterhalt nichts getan wurde, revoltierten die Pfarrgenossen was 1377/1378 zu einem Kirchenbann führte. Der Kampf der beiden Pfarreien dauerte bis 1551, als endlich nach einer Tagsatuzung der kaholischen Stände in Luzern die Loslösung von Engelberg beschlossen wurde. Gleichzeitig wurden auch Küssnacht und Udligenswil getrennt. Somit hat Udligenswil seit dem 28. Dezember 1551 eine selbständige Pfarrei.

 

Die alte Kirche war zu klein geworden und so wurde 1565 mit einem Neubau begonnen. 1580 war die Kirche fertig und wurde zu Ehren des hl. Oswald geweiht. Bereits 1877 waren die Udligenswiler gezwungen wieder eine neue Kirche zu bauen, da die alte baufällig war. Diese neue Kirche wies viele bauliche Mängel auf. In einer Abstimmung im März 1962 sprach sich das Kirchenvolk für einen Neubau und gegen die Renovierung aus.

 

Die neue moderne Kirche ist muschelfürmig konzipiert und wurde am 21. August 1966 eingeweiht. Kirchenpatron blieb der hl. Oswald. 2016 durft die Kirche den 50. Geburtstag feiern.

 

Die Pfarrei St. Oswald gehört heute zum Dekanat Luzern-Habsburg des Bistums Basel. Mit den Pfareien von Aldigenswil und Meggen bildet sie seit 2015 den Pastoralraum "meggerwald pfarreien". Diese Kooperation soll helfen, die kirchlische Präsenz im Dorf auch in Zukunft zu sichern.