Magdalenenkirche

Die frühere Pfarrkirche wurde 1776/77 vom bekannten Baumeister Jacob Singer gebaut und dem hl. Gallus und der hl. Magdalena geweiht, deren Namen die Kirche heute trägt. Eine erste Kirche dürfte aber bereits 1226 bestanden haben. An der Stelle der Vorgängerkirche an der Herrenfahrstrasse steht heute ein Steinkreuz.

Beim Bau der Magdalenenkirche wurde ihre in der Nähe des Sees gelegene Vorgängerin abgerissen und das Baumaterial zum Teil wiederverwendet.

Das vom Friedhof umgebene Gotteshaus wurde 1815 erstmals einer Innenrenovation unterzogen und mit den Deckengemälden von Josef Anton Messmer ausgestattet.

Anlässlich der Renovation von 1868/69 wurde die Kirche um 21 bis 22 Fuss verlängert.

Die 1976 bis 1983 etappenweise aussen und innen restaurierte Kirche bildet zusammen mit der nebenstehenden früheren Onuphriuskapelle einen Kirchenanlage, wie sie von Jacob Singer im Kanton Luzern mehrmals konzipiert wurde.

Die Orgel in der Magdalenenkirche wurde von Orgelbauer Friedrich Goll in Luzern gebaut, nachdem ihre Vorgängerin den Dienst versagt hatte. In seinem Gutachten aus dem Jahre 1980 schreibt der Orgelexperte Jakob Kobelt: "Die Goll-Orgel von 1889 ist unverändert erhalten. Sie ist ein Istrument der spätromantischen Zeit, geeignet für die Wiedergabe der Orgelmusik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Goll-Orgel in Meggen gehört zu den heute selten gewordenen Instrumenten jener Zeit und sollte deshalb späteren Generationen erhalten bleiben als klangliches und technisches Beispiel der Zeit des 19. Jahrhunderts."

Die Magdalenenkirche ist nicht nur den Katholiken von Meggen vorbehalten, sie steht auch Reformierten und Christkatholiken vor allem für Abdankungen zur Verfügung.